Wie alles seinen Anfang nahm...

Mit dem Wortlaut: „Wir müssen sowas auch mal machen“ hat die gesamte Gründungsgeschichte des CSD Mönchengladbach begonnen. Seit nunmehr 5 Jahren besteht der eingetragene Verein und hat sich in der Stadt Mönchengladbach auf vielen Ebenen etabliert.

 

Es begann im Jahr 2014…

 

Beim Christopher-Street-Day 2014 in Köln standen einige Mitglieder des Karnevalsvereins „KG De Leckere Jecke“ zusammen und schwadronierten bei einigen leckeren Kölsch über den CSD, die queere Community und so kam am Ende eins zum anderen. Schlussendlich viel am Ende der bereits oben erwähnte Wortlaut: „Wir müssen sowas auch mal machen“. Gesagt. Getan. Die Geschichte des Vereins nahm ihren Lauf. Denn eines war den Diskutanten bewusst, auch in Mönchengladbach gibt es eine nicht so kleine queere Community. Nicht lang drum herum reden, sondern Taten folgen lassen war nun das Motto. So wurden durch Social-Media-Kanäle schnell Kontakte zu anderen Prides in NRW gesucht und sich vernetzt. Aus heutiger Sicht lässt sich sagen, dass diese Vernetzung dem CSD Mönchengladbach viel Gutes gebracht hat.

 

Peter und Paul von den Leckeren Jecken trafen sich zum traditionellen Glühwein trinken auf dem Rheydter Weihnachtsmarkt und durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Karnevalsverein kamen sie auch schnell mit verschiedenen Personen an diesem Tag ins Gespräch. Doch der Dezember 2014 sollte einen schnellen Wandel in der groben Überlegung eines ersten CSD in Mönchengladbach bringen. Denn die Organisatoren der Rheydter Grillmeisterschaft in Kooperation mit dem Rheydter Citymanagement boten den beiden - ohne lange Überlegungen – an, dass sie im Vorfeld der Meisterschaft (diese findet Sonntags statt) im Juli 2015 das vorhandene und aufgebaute Equiqument nutzen könnten und ihnen gerne zur Durchführung eines CSD zur Verfügung gestellt wird. Peter und Paul fielen aus allen Wolken und wie man sie kennt, war die Flamme entzündet, der Kopf qualmte schon und Taten sollten folgen. Das Adventskaffee der Leckeren Jecken stand an, Peter nahm einige auserwählte Personen zur Seite und berichtete von der Idee, den Möglichkeiten und der großen Chance.

 

Was aus dieser Chance geworden ist?

 

Ein Verein mit heute rund 60 Mitgliedern. Der bereits fünf erfolgreiche CSDs veranstaltet hat, der sechste musste leider der Corona-Pandemie zum Opfer fallen. Der in vielen Gesprächen mit der Politik, Interessensgemeinschaften, Vereinen, Institutionen Dinge angeschoben und bewegt hat. Sich auch unterjährig immer wieder in Gesprächen für die queere Community einsetzt und nicht zuletzt im Netzwerk der Prides auf Landes- und Bundesebene weit und gut vernetzt ist.

 

Aber nun noch einmal zurück zu den Anfängen, die im Jahr 2015 liegen.

 

Beim Adventskaffee hatte sich ein Kreis von ca. 6 Personen bereit erklärt einen Arbeitskreis „CSD Mönchengladbach“ ins Leben zu rufen und wollte sich Anfang des Jahres erstmalig treffen. Paul hatte noch einmal genaue Informationen der Organisatoren der Grillmeisterschaft eingeholt und berichtete. Schnell wurde allen am Tisch klar, es muss ein eigener Verein her. Die Durchführung einer solchen Veranstaltung sollte rechtlich und finanziell auf eigenen und vor allem sicheren Beinen stehen. Weiter biete ein eigener und auch politisch ausgerichtete Verein noch weitere Chancen. Die Mitglieder des Arbeitskreises berieten sich, schafften Grundlagen, schauten auf ihre eigenen Stärken und auch Schwächen und so wurde deutlich, dass noch weitere Personen in das Team geholt werden sollen und dann die Gründung eines Vereins auf den Weg gebracht wird.

 

April 2015

 

Nach dem aus dem Arbeitskreis mittlerweile eher ein designierter Vorstand geworden war, standen alle wichtigen Grundlagen (Satzung, Mitglieder- und Vereinsstruktur, Beiträge usw.) fest und es wurde zur Gründungsversammlung in die Räume der AIDS-Hilfe Mönchengladbach-Rheydt – die seit Beginn ein fester Bestandteil des Vereins sind – eingeladen. Die Gründungsversammlung wurde abgehalten, die Formalien erledigt und zack war der Verein auf den Weg gebracht. Ein erster Zeitpunkt zum Feiern. Denn einige ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden bis hier hin zusammen verbracht. Aber es sollte noch mehr werden ….

 

Denn neben der rechtlichen Durchführung der Gründung, stand schon die konkrete Planung für den ersten Christopher-Street-Day 2015 in Mönchengladbach auf der Tagesordnung. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, es war ein voller Erfolg und seitdem ist der Verein stetig weitergewachsen, gereift und entwickelt sich auch heute noch weiter. Denn Stillstand ist ein fatales Symptom.

 

Und was so aus diesem Verein geworden ist, wie er sich darstellt kann jeder hier in den Rechenschaftsberichten und hier in den großartigen Programmheften nachlesen.