CSD MÖNCHENGLADBACH VEREIN HAT SICH GEGRÜNDET

Rund 20 Gründungsmitglieder haben am Freitagabend den neuen „Christopher Street Day Mönchengladbach“-Verein gegründet. Markus Schnorrenberg führt den Verein als Vorsitzender, zusammen mit Nadine John-Reuen als stellvertretende Vorsitzende, an.

 

In den Räumen der Aidshilfe Mönchengladbach-Rheydt, ist heute Abend ein Stein in der queeren Community von Mönchengladbach ins Rollen gebracht worden. Rund 20 Gründungsmitglieder haben den neuen Verein „Christopher Street Day Mönchengladbach“ gegründet, welcher in den nächsten Tagen auch beim Amtsgericht Mönchengladbach als eingetragener Verein angemeldet wird. Durch die Initiative von Paul Breuer, dem Vorsitzenden der KG De Leckere Jecke, wurde die Idee entwickelt, im Jahr 2015 einen ersten CSD in Mönchengladbach zu veranstalten. Aus einer ersten Idee, entwickelte sich über einen kleinen Arbeitskreis hinaus, am Ende der Gründungsvorstand des neuen Vereins.

 

Die Gründungsversammlung wählte einstimmig Markus Schnorrenberg zum neuen Vorsitzenden. Ihm zur Seite steht die direkte Vertreterin, Nadine John-Reuen.

 

Schnorrenberg: „Mir war es von Anfang an wichtig, dass Frauen und Männer im Vorstand des Vereins tätig sind. Ich bin froh, mit dem Gründungsvorstand ein bunt gemischtes Team zur Seite zu haben.“

 

Weiterhin wurden einstimmig von der Versammlung gewählt und gehören dem neuen Vorstand an:  Philipp Kowalski (Geschäftsführung), Erika John (Finanzen), Tobias Wiese (Öffentlichkeitsarbeit) und Tino Pakusa (Veranstaltungsmanagement).

 

Besonders erfreulich ist es für den Vorstand das jeweils die KG De Leckere Jecke und die Aidshilfe Mönchengladbach-Rheydt einen Beisitzerposten bekleiden. Weiter gehört Alex Pahlke als Beisitzer dem Vorstand an. Durch ihn ist auch ein direkter Kontakt zum AStA der Hochschule Niederrhein gegeben.

 

Wie im Laufe der Versammlung berichtet wurde, ist es erfreulich, dass bereits in diesem Sommer ein erster Christopher Street Day in Mönchengladbach veranstaltet werden könnte. Hierzu laufen derzeit noch einige Abstimmungsgespräche, sodass zum heutigen Zeitpunkt noch kein genauer Termin und kein Ort öffentlich bekannt gegeben werden kann.

 

Nadine John-Reuen: „Wir sind sehr zuversichtlich was die Planungen und Überlegungen angeht und werden in den nächsten Tagen wohl die abschließenden, grundlegenden Gespräche führen können und dann zeitnah einen Termin und Ort öffentlich bekannt geben.

 

Zu den Hauptaufgaben des neuen Vereins gehören die Planung, Finanzierung und Durchführung des jährlich geplanten Christoper Street Days – welcher in Mönchengladbach als Straßenfest in Planung ist. Weiter möchte sich der Verein politisch für die gleichen Rechte von Schwulen, Lesben, Transsexuellen, Transgendern und bisexuellen Menschen einsetzen sowie Jugendliche bei ihrer Findungsphase unterstützen, bzw. Möglichkeiten vermitteln, an welchen Stellen ihnen geholfen wird.

 

Sicherlich ist unter anderem die Aidshilfe eine der Anlaufstellen, mit denen eine enge Zusammenarbeit geplant ist. Ebenfalls gehört auch die Herstellung und Pflege enger Kontakte zu den politischen Parteien im Rat der Stadt Mönchengladbach und den weiteren Gruppierungen in der queeren Community zu den Aufgaben.  

 

Markus Schnorrenberg: „Mir persönlich ist es wichtig, dass eine solche Veranstaltung nicht nur etwas mit Party und Abfeiern zu tun hat, sondern dass ein CSD auch eine politische Verpflichtung und Aufgabe hat. Denn es ist und bleibt eine politische Demonstration! Darauf lege ich persönlich sehr viel Wert. Genau aus diesem Grunde möchte der Vorstand auch möglichst viele unterschiedliche Gruppierungen der Community ins Boot holen und wird hierzu zeitnah, auf jede bekannte Gruppe in Mönchengladbach zugehen.“

 


" Wir müssten so was auch machen"

 

Oder oder so ähnlich fing das Gespräch auf dem Kölner CSD 2014 an. In kleiner Runde bei einem frisch gezapften Kölsch.

Natürlich, in Köln wohnen viele Homosexuelle. Und jedes Jahr reisen unzählige Schaulustige zum CSD in die Domstadt. Aber auch zu Hause, in Mönchengladbach, wohnen Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender.

Wieder daheim ging es an die Arbeit. Als Leck‘rer Jeck waren Mitstreiter schnell gefunden und Dank dem World Wide Web, waren auch nach kurzer Zeit die ersten Kontakte mit anderen CSD-Veranstaltern geknüpft. Eine Facebook-Seite wurde eingerichtet, die nach und nach immer mehr „Likes“ bekam.

 

Dezember 2014:

1. Vorsitzender Paul und Präsident Peter, von den Leckeren Jecken, hatten sich auf einen leckeren Glühwein auf dem Rheydter Weihnachtsmarkt eingefunden. Und so kam es, dass sie mit Vertretern des Rheydter Citymanagements plauschten, die unter anderem auch die Grillmeisterschaft organisieren. Diese boten uns eine einzigartige Chance: Raum zu erhalten, für einen CSD, an einem Samstag im Sommer 2015.        

 

Anfang 2015:

Traf man sich und gründete den Arbeitskreis CSD Mönchengladbach. Ideen hatten wir viele. Schnell waren wir uns einig, ein neuer, eigener Verein musste her. Und bereits nach kurzer Zeit waren die ersten Pläne geschmiedet, wie und wo es im Sommer 2015 stattfinden könnte.

Der Arbeitskreis traf sich immer häufiger und er wurde größer. Eigene Stärken und Schwächen wurden abgewogen. Finanzen? Oder doch lieber Öffentlichkeitsarbeit?

 

10.03.2015

War es dann soweit: Der geplante, zukünftige Vorstand traf sich das erste Mal komplett. Auch zum ersten kennenlernen. Damit man auch weiß, mit wem man da was zusammen macht. In gemütlicher Runde stellte sich jeder kurz vor und es wurde geklärt, wer welche Aufgabe im zukünftigen Vorstand übernehmen wird.

 

Wenn man zurück blickt, wie viele Zufälle uns in die Karten gespielt haben, unser großes Ziel zu verwirklichen, ist man einfach nur erstaunt.

 

Ein weiterer wichtiger Schritt war die Vereinsgründung. Ein starker, motivierter Vorstand, der die ehrenvolle Aufgabe hat, den CSD zu organisieren.

Vieles ist schon passiert, aber noch viel mehr wird passieren.

 

Queere Grüße,

 

Tobi

(stv. Vorsitzender - Zuständigkeit Öffentlichkeitsarbeit)