CSD MG nun Mitglied in der LAG Lesben in NRW

Am 26. November 2016 fand in Düsseldorf die Vollversammlung der Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in Nordrhein-Westfalen (LAG Lesben in NRW) statt. Rund 42 Frauen aus 27 Mitgliedsorganisationen und anderen Gruppen nahmen an der Vollversammlung teil.

 

Der CSD Vereinsvorstand hatte in seiner letzten Klausur bereits beschlossen, den Antrag um Aufnahme beim Vorstand der LAG Lesben NRW zu stellen. Dem Antrag wurde nun durch die Versammlung zugestimmt.

 

Stellvertretende CSD-Vorsitzende Nadine John-Reuen: „Persönlich und als CSD Verein freuen wir uns über die Aufnahme in die LAG Lesben in NRW. Gerne bringt der niederrheinische CSD aus Mönchengladbach sich auf Landesebene in die Anliegen von Lesben ein und sorgt auch weiter mit dafür, dass Lesben in unserer Gesellschaft sichtbar und hörbar sind.“

 

Vorsitzender Markus Schnorrenberg ergänzt weiter: „Ich bin sehr froh darüber, dass wir als Verein nun auch der lesbischen Interessensvertretung in Nordrhein-Westfalen angehören. Bereits im letzten Jahr war der Verein dem Schwulen Netzwerk NRW beigetreten und vertritt sich dort. Die Vernetzung und der regelmäßige Austausch in diesen Gremien und Verbänden ist für die politische und organisatorische Arbeit des Vereines sehr wichtig.“

 

Die Vertretung des Vereines im lesbischen Verband haben die stellv. Vorsitzende Nadine John-Reuen sowie die stv. Vorsitzende – Finanzen Rika John übernommen. Erfreulich ist auch, dass mit LesLie e.V. ein weiterer Verein aus Mönchengladbach bereits seit vielen Jahren der LAG Lesben in NRW angehört.

 

Auf den letzten Vollversammlungen beider Interessensvertretungen wurde auch die Idee zur Diskussion gebracht, ob es in Zukunft eine gemeinsame Interessensvertretung aller LSBTTIQ*-Gruppen in Nordrhein-Westfalen geben soll. Zunächst werden die Kooperation und die Zusammenarbeit der Mitgliedgruppen in 2017 durch Zukunftswerkstätten vertieft.

 

Gabriele Bischoff, Geschäftsführerin der LAG Lesben NRW: „Neben dem CSD Mönchengladbach wurde auch r(h)einqueer Bonn und die Swinging Sisters aus Köln aufgenommen. Damit gehören der LAG Lesben in NRW 20 Jahre nach Gründung 48 Gruppen aus ganz NRW an, die aktiv das vielfältige Engagement vernetzen und den Erfahrungsaustausch lesbischer Selbsthilfe mitgestalten.“


CSD Kolleginnen und Kollegen zu Gast bei der Leckeren Jecken Show 

Danke für Euren Besuch in Mönchengladbach!

Danke an Markus Rick von rimapress für das wundervolle Foto.


CSD Mönchengladbach e.V. ruft zur Anzeige gegen Afd-Abgeordneten auf

Nun steht es offiziell im Protokoll und wir rufen zur Strafanzeige gegen MdL Gehlmann auf - So lassen wir nicht mit uns umgehen! 
Im amtlichen Protokoll der Sitzung des Landtages Sachsen-Anhalt ist festgehalten, dass der AfD-Abgeordnete Andreas Gehlmann offen fordert, dass auch in Deutschland homosexuelle Menschen ins Gefängnis sollen.
Dies ist nun im endgültigen Protokoll vom 02. Juni 2016 nachzulesen: http://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/plenum/wp7/005stzg.pdf (Seite 64)
Wir als CSD Mönchengladbach verurteilen solche Aussagen, vor allem eines Politikers der durch unsere Steuergelder seine Diät erhält.
Wir rufen dazu auf, gegen Herrn Abgeordneten Gehlmann Strafanzeige wegen Volksverhetzung u.a. zu stellen und hoffen, dass der Landtag von Sachsen-Anhalt die Immunität des Abgeordneten aufhebt und so eine Strafverfolgung durch die Staatsanwaltschaft Magdeburg möglich wird.
Hier noch einige Linksammlungen zum Sachverhalt:
Auf unsere Homepage steht ein Musterbrief für die Strafanzeige zur Verfügung. Dieser kann gedownloaded werden. Es muss nur die persönliche Adresse als Absender eingefügt, der Brief unterschrieben werden und ab zur Staatsanwaltschaft Magdeburg.
Es ist Zeit, dass wir Zeichen setzen!!!
Download
Musterbrief-Strafanzeige gegen MdL Gehlmann
Strafanzeige - Muster.rtf
Text Dokument 39.8 KB

Es begann mit der politischen Podiumsdiskussion im Rahmen des ersten Christopher-StreetDays. Daraus entwickelte sich die Idee, in Mönchengladbach einen Runden Tisch ins Leben zu rufen, an dem Parteien, Vereine und Verbände zusammensitzen, um gemeinsam über die Situation von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen in Mönchengladbach zu sprechen und Überlegungen anzustellen, wo und in welchem Maße, unterschiedliche Bedarfe bestehen.

 

Und so folgten rund 20 Personen der Einladung des Vorstandes des CSD Mönchengladbach e. V., in die Räume der AWO, auf der Brandenberger Straße. Neben Vereinen und den im Rat vertretenen Parteien, war ebenfalls die Sozialdezernentin der Stadt Mönchengladbach, Dörte Schall, anwesend.

 

„Sehr gerne bin ich der Einladung des CSD-Vereines gefolgt. Ich finde es wichtig, dass wir uns auch in Mönchengladbach, von Seiten der Politik, wie auch der Verwaltung und den Vereinen, im Bereich der Homo-, Bi- und Transsexualität austauschen und darüber sprechen, wo es im Bereich der Stadt Problematiken gibt. Gerne bin ich hier, im Bereich der Verwaltung, Ansprechpartnerin und versuche Probleme und Vorhaben mit zu lösen und umzusetzen.“, so Dörte Schall.

 

Erfreulich war ebenfalls, dass auch eine Vertreterin des Polizeipräsidiums Mönchengladbach und Georg Roth von der Fachberatungsstelle für ältere Schwule und Lesben NRW aus Köln, am Treffen teilgenommen haben.

 

Von den Anwesenden wurden die unterschiedlichsten Themen angesprochen. Angefangen bei einer generellen Sichtbarkeit von Homo-, Bi- und Transsexuellen in Mönchengladbach, Schwulen und Lesben im Alter, bis hin zur Situation von homosexuellen Flüchtlingen.

 

Der Runde Tisch in Mönchengladbach möchte sich in Zukunft, alle drei Monate treffen. Es gibt bereits die erste Idee gemeinsamer Aktionen, zum Beispiel am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie. Vorsitzender Markus Schnorrenberg, der auch gleichzeitig Einladender und Leiter des Runden Tisches ist: „Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass so viele Menschen aus unterschiedlichen Bereichen, der Einladung gefolgt sind. Nur gemeinsam mit der Politik, der städtischen Verwaltung, den Institutionen und Einrichtungen und sicherlich den Vereinen die aus der Community kommen, ist es möglich, dem Thema im Öffentlichen Bereich Raum und Aufmerksamkeit zu geben." 


Zeit für Veränderungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein dreiviertel Jahr nach der Gründung des CSD Mönchengladbach e.V., wurde es für den Vorstand Zeit, etwas zu verändern. „Ein Verein lebt von seinen Mitgliedern. Somit ist es uns wichtig die Mitglieder aktiv in das Vereinsgeschehen einzubinden.“ , so Vorsitzender Markus Schnorrenberg.

Und so verkündete der Vorstand auf der letzten Mitgliederversammlung, dass Arbeitskreise mit den unterschiedlichsten Themenschwerpunkten gegründet werden sollen. Darunter der große Themenschwerpunkt „CSD 2016“. Aber auch einen politischen Arbeitskreis sowie einen Arbeitskreis der sich über die Vereinsaktivitäten zum Wohle der Mitglieder kümmert, wird es geben.

„Als CSD-Verein konzentrieren wir uns ja nicht nur auf die jährlich stattfindende Veranstaltung, sondern treten darüber hinaus auch mit der Politik in einen Dialog. So wird es im Januar den ersten Runden Tisch geben. Die Terminabstimmung hierzu ist bereits in vollem Gange. Weiter ist es wichtig, den Vereinsmitgliedern auch ein Vereinsleben zu bieten, hierzu wird der zuständige Arbeitskreis nun Ideen entwickeln.“, so Schnorrenberg weiter.

Des Weiteren wurde der Antrag des Vorstandes, dem Aktionsbündnis „Mönchengladbach stellt sich quer“ beizutreten, von allen anwesenden Mitgliedern einstimmig angenommen. Der Verein hat mit einer Gruppe von 16 Personen, auch an der Gegendemonstration, am vergangenen Freitag, in Mönchengladbach teilgenommen und mit einer großen Regenbogenfahne Solidarität gezeigt.

Tobias Wiese: „Auch wenn wir uns als CSD-Verein für die Rechte von Homosexuellen einsetzen, gehört Toleranz zu einer der Hauptaufgaben unseres Vereins. Und wir sollten allen Menschen gegenüber tolerant sein und in Mönchengladbach ist kein Platz für Rassismus und Ausgrenzung!“

Auch gab es personelle Veränderungen. René Vogel wurde zum neuen Beisitzer gewählt, der die Nachfolge von Alexander Pahlke antritt, der aus persönlichen Gründen sein Amt niedergelegt hatte.


Erster Christopher-Street-Day sensibilisiert für das politische Thema

In nur drei Monaten hatte das Organisationsteam den ersten Christopher Street Day auf dem Harmonieplatz organisiert. Für die Organisatoren standen die politischen Botschaften des Tages an erster Stelle und diese wurden durch verschiedene Punkte am CSD deutlich gemacht.

 

Zu Beginn des CSD stand die politische Kundgebung auf dem Programm. Unter der Moderation von Georg Roth aus Köln, hielten der Vorsitzende Markus Schnorrenberg und seine Stellvertreterin ein politisches Statement zum Einstieg, sie machten deutlich, dass nicht nur die Öffnung der Ehe und das volle Adoptionsrecht endlich in Deutschland eingeführt werden müssen, sondern auch, dass es eine Schande ist, die nach § 175 verurteilten Menschen immer noch nicht vollständig von ihren Verurteilungen rehabilitiert wurden.

 

 

Staatssekretär Karl-Heinz Krems, war als Hauptredner aus Düsseldorf gekommen und ging in seiner Rede auf die juristischen Aspekte der momentanen politischen Lage in der Homosexuellenpolitik. Im Anschluss wurde mit den Vertreterinnen und Vertretern der Fraktionsparteien diskutiert. Hier stand die Bundespolitik nicht im Blickfeld der Diskussion, sondern es wurde auf Themen und Möglichkeiten in Mönchengladbach eingegangen. Markus Schnorrenberg: „Wir müssen Projekte wie SchlAu MG und Angebote für ältere Lesben und Schwule in Mönchengladbach stärker in den Blick nehmen und versuchen von ehrenamtlicher und hauptamtlicher Seite zu unterstützen. Ein gemeinsames Forum der LSBTTI*-Community und der Politik sei hier sicherlich ein guter und wichtiger Stützfeiler. Hierzu wird der CSD Verein in naher Zukunft einladen.“

 

Die engagierte Arbeit des SchLAu-Teams, die an Schulen gehen und eine wichtige Aufklärungsarbeit leisten, wurde vom Vorstand des CSD Mönchengladbach e.V. mit dem erstmals vergebenen, Ehrenpreis „Regenbogen-Bleistift“ ausgezeichnet. Georg Roth stellte in seiner Laudatio heraus, was für eine wichtige Arbeit die Jungs und Mädels mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit leisten.

 

Unter der Schirmherrschaft von Barbara Gersmann und Paul Breuer stand der erste Christopher Street Day unter einem guten Stern, denn das Wetter spielte mit 30 Grad und Sonnenschein perfekt mit und brachte rund 300 Zuschauerinnen und Zuschauer konstant auf den Platz. Insgesamt waren es über den Tag verteilt wohl 2000 Besucher.

 

Überraschung war am frühen Nachmittag angesagt. Die Shanty-Rockgruppe Santiano hat dem CSD einen Besuch, kurz vor ihrem Konzert im Sparkassenpark, abgestattet und die herzlichsten Grüße an die Anwesenden ausgerichtet. Mit Gerrit Winter und Lukas Bach kamen Schlagerfans voll auf ihre Kosten. Aber auch die hiesigen Akteure wie die Lecker‘ LaLaBoys und die Lecker‘ Schnittchen boten ihre Repertoire dar. In den frühen Abendstunden heizte ein Travestie-Ensemble aus Köln und die Showtanzgruppe Revolution den Anwesenden noch einmal ordentlich ein.

 

Tobias Wiese: „Wir haben genau die richtige Mischung im Programm gefunden und die Besucherinnen und Besucher unterhalten. Aber die politischen Botschaften kamen nie zu kurz. Denn das ist die eigentliche Aufgabe eines CSD. Den Menschen deutlich zu machen, für welche Rechte Homosexuelle an diesem Tag kämpfen und sich einsetzen.“

 

Eine erneute Auflage wird es sicherlich im Jahr 2016 geben, das teilten die Organisatoren bereits mit.